Ohne Listen geht nichts – Erste Hilfe bei Depressionen

Hallo Ihr Lieben,

ich habe ja versprochen, über meine Strategien zu schreiben, die mich lebensfähig halten, wenn die Depression so richtig zuschlägt.

Und eine Strategie ist ganz einfach: Ich schreibe Listen. Dafür habe ich extra ein schönes Moleskine Kalenderbuch mit einem Tag pro Seite gekauft, in welchem ich wirklich alles eintrage:

 

 

Per Liste aus dem Depri-Chaos

Diese Listen sind für mich in Zeiten der absoluten Erstarrung Stabilität, Halt und vor allem Erfolgsgefühl. Denn jedes mal, wenn man einen Punkt auf einer Liste abgearbeitet hat, freut sich das Gehirn wie ein kleines Kind.

Und dabei unterscheidet es nicht zwischen „Kaffee trinken“ und „Antrag ausfüllen“, also auch wenn man klein anfängt, hat man sofort ein Erfolgserlebnis:)

Man kann am Ende des Tages zufriedener ins Bett gehen und schläft dadurch besser ein. Und die Grübelei am Tag wird von der Liste abgewürgt, man findet emotionalen Halt darin, etwas zu erledigen.

Und man verliert nicht den Überblick über das Wesentliche.

Ich habe früher wirklich jeden Scheiß vergessen. Sogar so plausible Dinge wie Duschen oder Essen.

Erst durch die Listen waren die Tage wieder annähernd „normal“.

Tipp:

Wenn man sich wirklich schöne Kalender oder Notizbücher besorgt, macht das Listenschreiben sogar richtig Spaß:)

Aber nicht nur die Optik sondern auch das Schreiben an sich (mit der Hand!!!) sorgt für eine bessere Struktur im Kopf.

Was man in ein Handy tippt, wird vom Kopf nicht wirklich als wichtig angesehen. Das sieht bei handgeschriebenen Notizen ganz anders aus.

Also:
Ran an die Listen!

Lasst Euch nicht von Aussichtslosigkeit oder Überforderung davon abhalten zu Leben:-)

Ich hoffe, Euch mit meiner persönlichen Erfahrung weiter zu helfen,

Liebe Grüße

Eure Mira


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