Das erste Mittel gegen die Depression (Schulmedizin): Antidepressiva

Wer die Diagnose Depression verhängt bekommt, ist meistens kurze Zeit später gut ausgestattet mit Medikamenten. Meistens handelt es sich dabei um Antidepressiva, von denen die Ärzte in dieser Situation oft nur positive Aspekte zu berichten wissen. In seiner Hilflosigkeit wird kaum ein Depressiver Mensch dieser Empfehlung widersprechen, schließlich will man nur eines: Raus aus der Hölle, rein ins Leben…

Erst einmal sei gesagt: Sehr oft ist es auch eine kluge Entscheidung der Ärzte, Antidepressiva einzusetzen. Denn meist ist erst, wenn der Patient überhaupt wieder handlungsfähig ist über eine alternative Therapie nachzudenken.

Der Depressive muss raus aus seiner Leichenstarre, er muss beginnen, Reaktionen zu zeigen, da helfen halt manchmal nur die „Holzhammer“…

Dennoch sollte jeder, der noch nie mit Antidepressiva zu tun hatte folgendes wissen:

Ja, Antidepressiva machen in der Regel nicht abhängig. Damit ist gemeint, dass man nicht das zwanghafte Bedürfnis nach ihnen entwickelt, wie bei Drogen.
ABER: Es ist sehr, sehr schwer diese wieder abzusetzen!!!

Das hat nichts mit Suchtverhalten zu tun, sondern schlichtweg damit, dass das Gehirn die Stoffe aus den Antidepressiva zum Funktionieren braucht. Also kommen mit dem Absetzen oft die krassesten Nebenwirkungen zu Tage, mit denen man nicht rechnete. Und nicht selten scheitern die Absetzversuche an diesen Nebenwirkungen (ich nenne sie gerne Entzugserscheinungen, was medizinisch nicht richtig zu sein scheint…).

Apropos Nebenwirkungen:

Viele Antidepressiva sorgen als Nebenwirkung für eine nicht unwesentliche Gewichtszunahme.

Und, jetzt haltet Euch fest: Die häufigste Nebenwirkung von Antidepressiva sollen …Depressionen sein.

Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz!

Außerdem haben viele Menschen, die Antidepressiva nehmen, mit Gefühlstaubheit zu tun. Irgendwie scheinen die Tabletten einen in der Tat etwas „runterzufahren“, was die Emotionen betrifft.
Was ja durchaus sinnvoll sein kann, wenn jemand so verzweifelt ist, dass er gefährdet ist, sich das Leben zu nehmen…

Ein Tipp für alle, die bereits Antidepressiva nehmen:

Wer Antidepressiva absetzen möchte, sollte dies unbedingt nach Fahrplan eines Arztes machen!
Ich habe einmal die Dinger abrupt abgesetzt (wohlwissend, dass man das nicht soll…) und wurde mit Herzrhytmusstörungen und Panikattacken bestraft. Also: Ausschleichen ist hier angesagt!

Und das kann am besten ein Arzt (sprich: Psychiater) planen.

Ich hoffe, Euch einen kleinen Einblick geben zu können, für Anregungen bin ich immer offen, schreibt gerne einen Kommentar!

 

Liebe Grüße

Eure Mira

 

 


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